Konzert

Ebern31

Kaybee, John Cashmore und Praising People begeistern

Kaybee, John Cashmore und Praising People begeistern

Kaybee und John Cashmore und der Chor “Praising People” boten in Ebern ein Musikspektakel von besonderer Qualität. Über 350 Zuhörer waren begeistert. Der neue Bürgersaal, der kürzlich “Frauengrundhalle” getauft wurde, erlebte eine volle Premiere.

Kaybee Cashmore

Kaybee Cashmore überzeugte mit fulminanter Stimme und mit ihrem Showtalent. Foto: Barbara Herbst
Eine Feuertaufe mit Welthits und internationalen Stars erlebte der neue Bürgersaal in Ebern: Der frisch auf den Namen “Frauengrundhalle” getaufte ehemalige Kantinensaal der Kaserne verwandelte sich zum “Broadway”. Für den Fischbacher Chor Praising People”, der das Spektakel mit John und Kaybee Cashmore in Szene setzte, ein grandioser Erfolg.

“Es war ein Test, ob es in unserer Gegend Leute gibt, die für diese Musik ein Bedürfnis haben,” erklärte Diethelm Schorscher, der Manager der “Praising People. “Die Antwort lautet: Ja!”, freute er sich. Mehr als 350 Zuhörer strömten in die Frauengrundhalle und erlebten Musik auf höchstem Niveau. Neben dem lokal verwurzelten Chor um Chorleiter Bernd Schmidt kamen zwei Profimusiker mit internationaler und langjähriger Bühnenerfahrung nach Ebern. John und Kaybee Cashmore stammen aus der Opern- und Musicalszene und spielten zahlreiche Rollen auf großen Bühnen, zum Beispiel in den Musicals “West Side Story”, “Les Miserables” oder “Cats”. Im Duett, Solo oder zusammen mit den “Praising People” waren verschiedene Stücke aus dem Repertoire dieses Genres zu hören. Der Chor hatte eigens viele neue Stücke geprobt, begeisterte aber auch mit seinen bekannten Liedern, Gospels und Spirituals.

John Cashmore

In der Oper und der leichten Muse daheim: Tenor John Cashmore. Foto: Barbara Herbst

Mit Figaros Arie aus “Der Barbier von Sevilla” eröffnete John Cashmore das Konzert. Der Sänger stammt aus England und lebt seit 1991 in Deutschland. “Wenn Sie besser Deutsch lernen wollen, sollten Sie sich eine deutsche Frau nehmen”, wurde ihm in seinen Anfängen in Deutschland geraten. Und so begrüßte er seine deutsche Frau Kaybee, mit der er im Duett Bocellis Lied “Ich lebe für die Musik” sang, eine gefühlvolle Ballade, die für Gänsehaut im Saal sorgte.Mit Escamillos Arie aus der Oper “Carmen” holte Cashmore die “Praising People” auf die Bühne, die mit ihren vorwiegend religiös geprägten Stücken für hochkarätigen Ohrenschmaus sorgten.Weiter ging es quer durch die Welt der Musicals. Weltbekannte Stücke aus “Phantom der Oper”, “Tanz der Vampire”, “West Side Story”, “Queen” oder “Starlight Express” gesungen von John und Kaybee Cashmore, hallten durch die Frauengrundhalle. Die Cashmores sind, wie sich herausstellte, nicht nur gesanglich ein eingespieltes Team, sondern moderierten auch mit viel Witz und Charme den Abend. “In Les Miserables habe ich viele Rollen gespielt, aber es gab eine, die hat ganz besonders zu mir gepasst: die der besoffenen, alten Wirtsfrau”, scherzte Kaybee und verblüffte prompt in dieser Rolle Mit verschiedenen Outfits schlüpften die beiden immer wieder in die verschiedenen Rollen und sorgten im Wechsel mit den “Praising People” für einen Abend voller musikalischer Höhepunkte, wobei immer wieder auch Soli aus den Reihen der Chors für herzlichen Applaus sorgten.Zwischen dem Chor und den Cashmores schien die Chemie auf Anhieb gestimmt zu haben;obwohl es vorher kein gemeinsames Treffen der Akteure gab, waren die Profisänger und die “Praising People” gut aufeinander eingestimmt. “Es ist der Hammer, sie sind Profis durch und durch”, schwärmte Organisator Schorscher, der stolz war, dass dieses Projekt realisiert werden konnte. Auch Susann Edelmann-Körnig, seit neun Jahren bei den Praising People aktiv, strahlte: “Man hat das Gefühl, als ob man sie lange kennt, sie sind locker, gehen auf uns ein und binden uns ein. Es macht Spaß!””So was in Ebern!”, schwärmten restlos hingerissene Zuhörer und eifriges Mitklatschen, Mittanzen und Standing Ovations am Ende zeugten von der Begeisterung.Ebern Cashmore

Premiere für die Halle

Bei der Akustik wurde nichts dem Zufall überlassen. Bernd Schmidt hatte sich vorher mit der Akustik des Saals intensiv auseinander gesetzt. “Für Chor ist die Halle gut, aber für elektrisch verstärkte Musik ungeeignet”, das haben konkrete Messungen ergeben, bei denen über drei Sekunden Nachhall festgestellt wurde. Daher wurde die Halle aufwändig umgestaltet, Gerüste, Bauzäune und Tücher eingesetzt, um den Hall zu brechen. Die “Praising People” denken schon weiter: Eine weitere Zusammenarbeit mit den Cashmores in ein paar Jahren wurde daher schon einmal in den Raum – oder besser, in die Frauengrundhalle – gestellt.
Comments
  1. admin

    5 Jahre ago

    Vielen Dank für dieses wirklich ganz besondere Konzert an alle Beteiligten und das unglaublich tolle Publikum!